Der Staat Vatikanstadt ist der kleinste ist der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt. Er ist eine Enklave innerhalb des Staatgebiets von Rom, hat eine Fläche von 0,44 Quadratkilometern und 932 Einwohner, wovon 552 Staatsbürger sind. Der Staat Vatikanstadt ist eine absolute Monarchie mit dem Papst als Oberhaupt. Der Amtssitz der Päpste war bis ins 14. Jahrhundert nicht der Vatikan, sondern der Lateranpalast. „Vatikan“ bezeichnete zunächst einen am rechten Tiberufer gelegenen Hügel Roms (mons vaticanus). Als souveräner Staat besitzt der Vatikan eine eigene Postverwaltung “Poste Vaticane”, deren Briefmarken ausschließlich auf eigenem Territorium gültig sind.
Im Vatikanstaat gibt es kein Hotel und für Touristen weder Übernachtungsmöglichkeit, noch Friseur, Krankenhaus (jedoch eine Krankenstation) oder Schule, jedoch einen Supermarkt, eine Apotheke (seit 1277) und eine Tankstelle. In den vatikanischen Museen befindet sich ein Restaurant, eine Pizzeria und eine Bar, auf der Peterskirche ein kleines Café.
Kurioses
- Das vatikanische Gefängnis bietet nur zwei Personen Platz und wird zur Zeit als Lagerraum verwendet. Es wurde im Lauf der Geschichte erst viermal benutzt.
- In der Vatikanstadt gibt es keine Verkehrsampeln, die ca. 50 Straßen tragen jedoch Straßennamen und -schilder. Die beiden Haupt”straßen” sind die Via del Pelegrino (”Pilgerstraße”) und die Via di Belvedere, die beide beim St. Anna-Tor (Haupteinfahrt in die Vatikanstadt) beginnen.
- Es gibt im Vatikan keinen privaten Grundbesitz, Wohnungen werden den Vatikanbürgern für die Dauer ihres Amtes zugeteilt. Die Staatsbürger zahlen weder Strom- noch Telefonrechnungen und die Mieten sind sehr niedrig und betragen etwa 4 % des Einkommens.
- Der Vatikan schließt um 23:30 Uhr seine Pforten. Vatikanbürger, die später eintreten wollen, müssen um eine Sondergenehmigung ersuchen.
- Relativ gesehen hat der Vatikan mit 100% den höchsten Katholikenanteil weltweit, absolut gesehen jedoch einen der niedrigsten (558), in Europa den niedrigsten.
Petersdom und Petersplatz
Der Petersdom ist der Hauptsitz des Oberhauptes der katholischen Kirche, des Papstes. Ihren Vorgängerbau, der auch Alt St. Peter genannt wird, ließ Konstantin der Große um 324 als Grabeskirche über dem vermuteten Grab des Apostels Simon Petrus errichten. Der Petersdom ist die größte, aber nicht die ranghöchste der vier Patriarchalbasiliken in Rom. Das ist die Lateranbasilika, die Kathedrale von Rom.
Der Petersdom fasst 60.000 Personen und ist mit einer überbauten Fläche von 15.000 Quadratmetern eine der größten Kirchen der Welt. 2007 besuchten täglich rund 20.000 Menschen den Dom. Die Innenfläche des 211,5 m langen und 132,5 m hohen Baus beträgt rund 15.160 m². Die Bauzeit betrug rund 120 Jahre.
Innenraum
Die doppelschalige Kuppel der Basilika St. Peter ist das größte freitragende Ziegelbauwerk der Welt. Sie hat einen Durchmesser von 42,34 m und wird von vier fünfeckigen Pfeilern mit einem Durchmesser von je 24 m getragen.
Direkt unterhalb der Kuppel befindet sich der Papstaltar mit Berninis Bronze-Baldachin, der 1624 bis 1633 entstand. Darunter liegt die Confessio, gemäß einer Überlieferung das Grab des Heiligen Petrus, mit einer Figur von Papst Pius VI.
Die berühmte Petrusstatue befindet sich im Hauptschiff. Ihr rechter Fuß ist bereits stark abgeflacht durch die zahlreichen Berührungen durch Pilger. Man geht heute mit relativ großer Sicherheit davon aus, dass diese Bronzefigur von Arnolfo di Cambio angefertigt wurde.
Michelangelos Pietà befindet sich in der ersten Seitenkapelle des rechten Seitenschiffs. Er fertigte sie im Jahr 1500 an. Sie ist 1,75 m hoch und ruht auf einer 1,68 m breiten Standplatte. Der Auftrag wurde von Kardinal Jean de Villiers de la Grolaye erteilt.


